Am diesjährigen Tag der Meere hat die chilenische Regierung das Meeres- und Küstenschutzgebiet Rapa Nui geschaffen, das zusammen mit dem Meerespark Motu Motiro Hiva 72 Millionen Hektar umfasst – das größte Meeresschutzgebiet Lateinamerikas.

Die Umweltministerin Marcela Cubillos sagte, dass “für die Regierung von Präsident Piñera der Schutz der Ozeane eine staatliche Politik ist”.

Das Gebiet hat eine Fläche von 57,9 Millionen Hektar und nachdem es zum Schutzgebiet erklärt wurde, ermöglicht es die Pflege des marinen Ökosystems der Osterinsel und der Salas y Gómez-Inseln, das sich in Bezug auf das kontinentale Chile aufgrund der Eigenschaften der tropischen Gewässer stark unterscheidet.

In diesen Gewässern leben Säugetiere wie Blau- und Zwergwale sowie Tümmler, die nun geschützt werden.

Dieser Bereich wird von einem Verwaltungsrat mit fünf Vertretern des Staates und sechs Vertretern der Rapa Nui verwaltet. Staatsvertreter sind das Ministerium für Umwelt, Verteidigung, Inneres und Wirtschaft sowie ein gewählter Kommissar der Island of Easter Development Commission (CODEIPA).

Obwohl die Osterinsel für ihre geheimnisvollen Moai-Statuen bekannt ist, hat die abgelegene polynesische Insel noch viel mehr zu bieten. Etwa 42 Prozent dieser Insel umfasst der Rapa Nui Nationalpark, ein Weltkulturerbe, das 1995 eingetragen wurde, um die Natur- und Kulturwunder des chilenischen Territoriums zu erhalten. Zu den Naturschätzen zählen:

  • Rano Kau

Dieser 3.000 Fuß breite, erloschene Vulkan prägte vor rund 2,5 Millionen Jahren das südwestliche Profil der Osterinsel. Sein Süßwassersee – der größte der Insel – war eine der wichtigsten Wasserquellen für die alten Orongo-Dorfbewohner. Das Mikroklima in den steilen Hängen von Rano Kau beherbergt eine sehr diverse Vegetation.

  • Rano Raraku

Rano Raraku, der wohl beliebteste Ort im Rapa Nui Nationalpark, ist der wichtigste Moai-Steinbruch der Insel. Von den 887 verbliebenen Statuen auf der Insel sind etwa 400 in und um den Vulkankrater verstreut.

  • Anakena Beach

Da der größte Teil der Küste von gezacktem, tiefschwarzem Basalt gesäumt ist, sind Strände auf der Osterinsel eine Seltenheit. Anakena Beach ist die idyllischste Ausnahme und lockt Touristen und Einheimische gleichermaßen.