Im siebten Jahr in Folge machte der Chile-Fonds 2018 einen Aufruf an zivilgesellschaftliche Organisationen und Regierungsinstitutionen, Projekte zu postulieren, die sich auf die internationale Entwicklungszusammenarbeit konzentrieren. Dies Projekte finden in den prioritären geografischen Gebieten der chilenischen Politik der internationalen Zusammenarbeit statt, welche Lateinamerika und der Karibik, sowie Afrika und dem Südpazifik einschließen. Sie werden im Rahmen der Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030 durchgeführt.

Der Chile-Fonds oder Fondo Chile ist ein von der chilenischen Regierung über die chilenische Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit (AGCID) und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) eingerichteter Mechanismus der Süd-Süd-Zusammenarbeit, der die Durchführung von Projekten der Zivilgesellschaft und des öffentlichen Sektors in Ländern Lateinamerikas und der Karibik, Afrikas und des Südpazifiks unterstützt und mit der chilenischen Politik der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und den Zielen der Agenda für nachhaltige Entwicklung von 2030 in Einklang steht.

Der Chile-Fonds finanziert seit 2012 die Durchführung von Projekten zivilgesellschaftlicher Organisationen. Seit 2015 ist ein zweiter Arbeitsbereich hinzugekommen, der sich besonders auf den öffentlichen Sektor konzentriert. Diese Initiativen wurden im Rahmen verschiedener Themenbereiche wie Stärkung der Bürgerbeteiligung, Vorschul- und Grundbildung, Gleichstellung der Geschlechter, nachhaltige Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit, integrative Rehabilitation und institutionelle Stärkung durchgeführt.

In der Ausschreibung 2017 gingen 63 Bewerbungen ein, von denen 21 % ausgewählt wurden. Davon werden 9 Projekte von zivilgesellschaftlichen Organisationen und weitere 3 von staatlichen Institutionen durchgeführt. Es wird geschätzt, dass durch diese 12 Initiativen etwa 15.000 Menschen profitieren: 8.000 aus Mittelamerika, fast 1.000 aus der Karibik und mehr als 6.000 aus Südamerika.

In diesem neuen Prozess 2018 wird es möglich sein, sich für eine Mindestfinanzierung von 75.000 US-Dollar mit einer Obergrenze von 250.000 US-Dollar und einer Umsetzungsfrist zwischen 12 und 24 Monaten zu entscheiden.

Interessierte können alle notwendigen Materialien in der Rubrik Calls der offiziellen Website herunterladen, mit ausführlichen Informationen über den Prozess auf den Websites und institutionellen sozialen Netzwerken des Außenministeriums, AGCID und UNDP Chile.